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Social Media 2012 – KEIN Blick in die Glaskugel

„Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“ – deshalb spare ich mir die Wahrsagerei und möchte nur ein paar Themen aufzeigen, die uns dieses Jahr in jedem Fall begleiten werden.

Twitter

Nach dem Redesign Anfang Dezember und der Einführung von Unternehmensprofilen greift Twitter nun wieder in den Kampf um die Gunst der Nutzer ein. Da Deutschland in Sachen Twitter-Nutzung eher den Status eines Entwicklungslandes hat, gibt es hier also noch jede Menge Potential nach oben, vor allem im Anbetracht der steigenden Präsenz des Microblogdienstes in den klassischen Medien.

Beispiele gefällig? Bitte sehr:

  • „The Voice of Germany“ mit einer starken Präsenz nicht nur auf Facebook, sondern auch auf Twitter (Profil, Hashtag, App)
  • neues Format „Gottschalk live“ mit dynamischer Verknüpfung von Social Web und TV, in dem das Team noch vor Sendebeginn twittert und postet und das Feedback der Nutzer in der Sendung mit verarbeitet wird
  • eine Vielzahl von Promis, Sportler und andere Stars mit unglaublich vielen Followern weltweit (z.B. Lady Gaga 17,6 Mio) Twitter-World

Twitter-World by theatlanticcities.com


Enterprise 2.0 / Social Intranet

Nachdem nun immer mehr Unternehmen Social Media für eine bessere, schnellere und persönlichere Kommunikation mit Kunden und Partnern eingeführt haben oder gerade dabei sind, ist der zweite Schritt die Integration dieser Mechaniken auch intern im Unternehmen. Das Zauberwort heißt „Enterprise 2.0“. Solche Systeme gibt es schon länger, allerdings sind diese noch lange nicht bei allen, im Social Web engagierten, Unternehmen etabliert, wie auch eine Auflistung von Fallstudien auf e20case.org zeigt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Hier gibt es also noch gehörig Nachholbedarf und ich gehe mal davon aus, dass diese Liste Anfang 2013 deutlich länger sein wird, denn warum sollte man sich die ganzen Vorteile der sozialen Medien nicht auch im Unternehmen selbst zu eigen machen?

Wie in der von IBM beauftragten Studie von IDC „Social Business Survey“ 2011 zu lesen war, sind solche Tools einfach zu nutzen, verbessern die internen und externen Beziehungen, unterstützen das Wissensmanagement, beschleunigen Entscheidungen und Prozessen und .. und .. und.
Die Implementierung von Enterprise 2.0 Systemen in die unternehmensinterne Kommunikation ist also der nächste logische Schritt nach der Etablierung von Social Media Aktivitäten.

IBM Social BusinessIBM Social Business – Studie von IDC “Social Business Survey”

Neue soziale Netzwerke wie Diaspora

Hier verweise ich gern noch einmal auf meinen Artikel vom 6.12.11 zu Diaspora. Auch wenn noch viel Arbeit und einiges an Promotion nötig sein wird, bin ich auf die weitere Entwicklung gespannt und hoffe auch auf noch mehr Konkurrenz zu Facebook dieses Jahr.

Update 04.01.2012 // Nachdem bereits im November die ersten Berichte über das neue soziale Netzwerk namens “Path” erschienen sind und heute auch Martin Weigert von Netzwertig darüber noch einen Artikel geschrieben hat, habe ich mir die App nun auch einmal auf´s iPhone geladen und bin sehr angetan vom Look & Feel. Path ist eine Idee des Co-Founders von Napster und des ehemaligen Plattform Managers von Facebook und soll dem Anspruch auf ein wirklich privates Netzwerk gerecht werden. Mit allen gängigen Funktionen ausgestattet, die man von Facebook so kennt, gibt es Path nur als mobile Version für iPhone und Android und mit der Beschränkung auf maximal 150 Freunde. Dadurch wird das ganze viel kleiner, privater und übersichtlicher – also ganz im Gegensatz zu Facebook mit teilweise absurd großen Freundesnetzwerken.

PathWie bei Diaspora kann man noch nicht sagen, wohin der Pfad für Path führt, der erste Schritt ist jedenfalls vielversprechend.

In diesem Sinne wünsche ich ein erfolgreiches und aufregendes Jahr 2012!